Cás A Dojo | Apartat Correu 31 | 07430 Llubi | Balears

Zusammen Leben lernen

#
Ursula Wachendorff

Mit zehn Jahren erhielt ich Klavier-Unterricht – wie meine großen Schwestern.
Mit vierzehn beschloss ich – gegen den Rat aller meiner Tanten – Geige zu spielen, und ich wusste auch, warum: ich wollte ein Instrument lernen, das mir die Möglichkeit gab, mit Anderen zusammen Musik zu machen.

Mit dreißig entdeckte ich, dass die Barock-Musik mit ihrem sprechenden Klangfarbenreichtum mir die Möglichkeit gab, mich angemessen musikalisch auszudrücken. Seitdem spiele ich Barock-Violine.

Mit fünfzig erhielt ich die Möglichkeit, indonesische Gamelan-Musik in Bremen, London, Amsterdam und  Yogyakarta zu studieren und am Übersee-Museum in Bremen zu unterrichten. Da entdeckte ich meine Leidenschaft, anderen Menschen einen Zugang zu Musik zu öffnen.

Als ich zehn Jahre später nach Mallorca kam, habe ich in Gemeinschaft einen Ort geschaffen, an dem Pflanzen, Tiere und Menschen artgemäß leben und sich weiterentwickeln können.

Jetzt freue ich mich mit meiner musikalischen Arbeit das Angebot der Stiftung zu bereichern.


#
Marie-Luise Eicke

Ich habe mich als junge Frau intensiv mit Geschichte beschäftigt und der Möglichkeit, eine Epoche aus ihren musikalischen und tänzerischen Ausdrucksformen heraus in ihrem Stil, in ihrem Wesen zu begreifen. Das hat mir eine hervorragende Grundlage gegeben, das Konzert eines Biodynamischen Bauernhofes zu verstehen und zu leiten.

Die Kühe und Rudolf Steiner haben mir ein Verständnis für eine evolutive Agrar-Kultur beigebracht.

Ich studiere seit mehr als 20 Jahren Ki-Aikido, Anthroposophie und Ponysophie.

Mein besonderes Anliegen ist die Seelenebene der Landschaft und die Erquickung des Menschen am Sinn.


#
Ricardo Hurtig

Inspiriert von Anfang an durch landwirtschaftlichen Kurs Rudolf Steiners führte mich mein Weg über andere Disziplinen der Landschaftspflege (wie z.B. Permakultur und Regenerative Landwirtschaft) zurück zu meinem Ausgangspunkt, der Biodynamik, als dem holistischsten Ansatz.

Meine Aufgabe in der Stiftung sehe ich darin, mit Hilfe unseres Teams, diese Ideen zu prüfen und zu realisieren.

Es begann in 2008 als mir bewußt wurde, dass ich, abgesehen von einigen Ausnahmen, kaum ein Wesen in meiner Umgebung kannte, noch deren vielfältigen Aufgaben. Ich entschloss mich mit der Botanik beginnend mein Umfeld tiefer zu erforschen.
Im Jahr 2015 spezialisierte sich mein Interesse auf “vergessene einheimische Futterpflanzen”, deren Habitat und ökologischen Zyklen.
Beschäftigt hauptsächlich in der Verpflegung und Pflege unserer vielseitigen Tier- und Pflanzengemeinschaft, liegen meine Hauptinteressen auf sensibler Tierhaltung, dynamischer Bodenbewirtschaftung und Rückgewinnung (sowie Studium) “vergessener Weideflächen”.

Zusammengefasst ist das Ziel die Erreichung eines biodynamischen Farmzyklus im modernen Landschaftszusammenhang.


#
Lima Maya Van Rosmalen

Seit ich klein war, gefiel es mir, mit den Händen zu arbeiten und ich war fasziniert von Bäumen und Holz.

Nahe dem Ort, an dem ich wohnte, stand ein grosser Ombu-Baum, in dessen Ästen ich Unterschlupf suchte. Dort dachte ich mir Menschen anderer Zeiten aus, die ebenfalls diese Geborgenheit schätzten.

Mit 20 Jahren machte ich eine Ausbildung als Tischlerin und Schreinerin am Hout en Meubilerings College in Amsterdam. Als ich für mein Examen ein Möbel in organischer Gestaltung herstellen wollte, fand ich zu meiner grossen Überraschung keinen einzigen Lehrer, der mich dabei unterstützen konnte. So beendete ich das Stück nach meiner Intuition. Seit diesem Moment arbeite ich profesionell mit Holz, die grosse Bandbreite dieses Materials nutzend: Möbel, Musik-Instrumente, kleine Häuser, Yacht-Bau, Schnitz-Arbeiten, Restaurationen und verschieden Gerätschaften.

Nun schliesse ich mich mit grosser Freude diesem Projekt an mit dem Vorsatz, mit der Natur als Lehrmeister zu arbeiten, mein Wissen weiterzugeben, und schliesslich in der Hoffnung, Dinge herzustellen, die des Baumes würdig sind, der sein Holz dafür gab.