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Das ist Jorinde
 

Jorinde ist eine von heute nur noch 500 menorquinischen Kühen. Sie lebt auf Mallorca zusammen mit 10 Gefährtinnen, dem Bullen Julus und einigen Jungkühen, Kälbern und Ochsen. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Erde fruchtbar zu machen. Ja, sicher, sie gibt auch Milch, aus der man guten Käse machen kann- das ist ein wunderbares zusätzliches Geschenk.

Die Kuh als hochspezialisierter Wiederkäuer begleitet seit Jahrtausenden die Erzeugung der Lebensmittel des Menschen. Wir haben in unserer 12jährigen Praxis feststellen können, dass gerade ihr Mist unersetzbar ist beim Aufbau und Erhalt einer fruchtbaren Bodenstruktur gerade auf den Balearen. Ideal für eine gutfunktionierende Landwirtschaft ist es, wenn der Hof eine Vielzahl Pflanzen und Tierarten beherbergt. Die Nutztiere wieder sinnvoll in die Produktion zu integrieren und ein artgerechtes Leben zu ermöglichen ist unser Anliegen. Unter artgerecht beim Haustier verstehen wir, dass sich eine Tierart mit allen Verhaltensaspekten ausleben kann und das Zusammenarbeiten mit dem Menschen entwicklungsfördernd gestaltet wird. Unsere Kühe leben zusammen mit dem Bullen im Sozialverband der Herde. Die Kälber bleiben mindestens 4 Monate bei den Müttern und lernen so alles Notwendige für ihr Kuhsein. 40 Hühner laufen zwischen den Kühen und Kälbern hin und her, picken im Mist die Fliegenlarven, schlafen in Bäumen und ziehen als stolze Mütter ihre Kinder gross.

Haustierhaltung heisst: der Mensch braucht das Tier und das Tier braucht den Menschen.

Animal kommt von anima: die Seele. Tiere sind die Seelendimension einer Landschaft. Und in der Praxis kann man erleben wie in einem organisch eingespielten Hofbetrieb Pflanze, Tier und Mensch sich gegenseitig fördern können.

Der bekannt Opernregisseur Peter Sellers sagte einmal sinngemäss in einem Interview, Musikförderung sei so wichtig, weil Musik das geistige Klima für alle Menschen auf der Erde verändere. Das komme auch denen zu Gute, die nie in eine Oper oder in ein Konzert gehen. So mögen alle profitieren durch einen Ort, an dem eine kooperative Weise der Landwirtschaft praktiziert wird.

Aktueller Anlass für eine Benefiz-Veranstaltung ist die Dürre Ende 2006. Sie hat uns in wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht, die wir bis heute nicht aufholen konnten und nun das Projekt ernsthaft gefährden. Es ist heutzutage ohnehin schwierig einen landwirtschaftlichen Betrieb aufzubauen und aufrechtzuerhalten: die Kosten sind hoch, die Lebensmittelpreise zu niedrig, Subventionen kommen nur zum Teil beim Bauern an, die Bürokratie ist nicht so beweglich wie Mutter Natur.

Wir suchen Menschen, die bereit sind, ein Projekt zu unterstützen, das sie als gut und richtig erkannt haben, auch wenn sie davon vielleicht keinen direkten eigenen Nutzen haben.

 

 
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